Slowenien

Triglav Nationalpark

ALLGEMEINES

Triglav-Nationalpark

 

Der Triglav-Nationalpark ist der einzige Nationalpark in Slowenien und einer der ältesten in Europa. Er wurde offiziell im Jahr 1981 gegründet, obwohl der Schutz des Gebiets auf frühere Initiativen aus dem Jahr 1924 zurückgeht, als ein kleinerer Bereich um den Triglav-See als Schutzgebiet ausgewiesen wurde.

Größe: 880 km²

Gründungsjahr: 1981

 

Geografie und Landschaft

Geschichte der Region

Die Geschichte der Region des Triglav-Nationalparks ist tief verwurzelt in den kulturellen, natürlichen und historischen Entwicklungen der Julischen Alpen, einem Gebirgszug, der sich über Slowenien, Italien und Österreich erstreckt. Diese Region hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene kulturelle Einflüsse erlebt und ist eng mit der Geschichte Sloweniens und seiner Naturverbundenheit verknüpft.

Die Julischen Alpen waren bereits in prähistorischer Zeit bewohnt, wie archäologische Funde belegen. In den späteren Jahrhunderten siedelten sich hier keltische und illyrische Stämme an, die von der Jagd, der Viehzucht und der einfachen Landwirtschaft lebten. Während der Römerzeit war das Gebiet Teil des Römischen Reiches, doch die unwegsame Berglandschaft blieb weitgehend unerschlossen.

Im Mittelalter spielte die Region eine wichtige Rolle für die lokale Bevölkerung, die hauptsächlich von der Almwirtschaft lebte. Der Triglav, der höchste Berg der Region, wurde in der slowenischen Folklore und Mythologie zu einem Symbol und galt als Sitz der slawischen Götter. Der Name “Triglav” bedeutet “Dreikopf” und bezieht sich auf die markanten Gipfel des Berges, die aus vielen Perspektiven sichtbar sind.

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Geschichte des Parks

Im 18. und 19. Jahrhundert begann die wissenschaftliche Erkundung der Julischen Alpen, und die Schönheit der Region wurde zunehmend erkannt. 1908 wurde das Gebiet um den Triglav-See von der slowenischen Sektion des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DÖAV) unter Schutz gestellt, um die Flora und Fauna zu bewahren. Dies gilt als einer der ersten Schritte zur Einrichtung eines Naturschutzgebiets in der Region.

Der moderne Schutz des Gebiets begann 1924, als ein kleines Gebiet rund um den Triglav-See als Alpenpark Triglav ausgewiesen wurde. Dieses Schutzgebiet umfasste ursprünglich nur 1.400 Hektar. Die Idee eines umfassenderen Schutzes blieb jedoch bestehen und wurde schließlich 1961 verwirklicht, als das Schutzgebiet auf 2.000 Hektar erweitert wurde.

Die Gründung des Triglav-Nationalparks in seiner heutigen Form erfolgte 1981. Mit einer Fläche von 880 Quadratkilometern wurde der Park zu einem der größten Schutzgebiete der Alpen. Der Nationalpark wurde gegründet, um die einzigartige alpine Flora und Fauna, die geologischen Formationen, sowie die traditionellen Kulturlandschaften zu bewahren.

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Relief

Das Relief des Triglav-Nationalparks ist durch eine beeindruckende Vielfalt an geologischen und landschaftlichen Formen geprägt, die das Gebiet zu einem der spektakulärsten Naturgebiete Europas machen. Der Park liegt in den östlichen Julischen Alpen und umfasst einige der höchsten und markantesten Gipfel Sloweniens, darunter den Triglav, der mit 2.864 Metern der höchste Berg des Landes ist.

Hochgebirge und Gipfel:

Der Triglav-Nationalpark ist überwiegend von Hochgebirge dominiert, mit steilen, felsigen Gipfeln und tief eingeschnittenen Tälern. Der Triglav selbst ist das Zentrum dieses Hochgebirges und symbolisiert die Region. Der Berg ist ein Dreiköpfiger Gipfel (daher der Name „Triglav“), dessen schroffe Felsen aus Kalkstein und Dolomit bestehen. Diese Gesteinsarten sind charakteristisch für die Julischen Alpen und tragen zur einzigartigen Landschaftsform bei.

Neben dem Triglav gibt es zahlreiche weitere bedeutende Gipfel im Park, wie den Razor (2.601 Meter), Prisojnik (2.547 Meter) und den Škrlatica (2.740 Meter), die alle markante Merkmale der alpinen Landschaft darstellen. Die Gipfelregionen sind oft schroff und zerklüftet, mit kargen Felswänden, tiefen Schluchten und schmalen Graten.

Karstlandschaften:

Das Relief des Triglav-Nationalparks ist stark von Karstprozessen geprägt, die typisch für die Dinariden sind, zu denen auch die Julischen Alpen gehören. Dies führt zur Bildung von Höhlen, Dolinen, Poljen und unterirdischen Flüssen. Die Oberfläche ist von typischen Karstformen wie Karren, Rinnen und Spalten durchzogen.

Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Höhlen, die tief in den Berg hineinführen. Einige dieser Höhlen sind von unterirdischen Flüssen durchzogen und haben spektakuläre Tropfsteinformationen. Das bekannteste Beispiel ist die Höhle unter dem Triglav, die ein beliebtes Ziel für erfahrene Höhlenforscher ist.

Täler und Flusssysteme:

Das Relief des Parks wird durch mehrere tief eingeschnittene Täler charakterisiert, die von Flüssen und Bächen durchflossen werden. Die beiden bedeutendsten Flusssysteme sind der Soča-Fluss im Westen und der Sava-Fluss im Osten. Die Soča, bekannt für ihr smaragdgrünes Wasser, fließt durch ein enges Tal, das von steilen Berghängen flankiert wird. Das Tal der Soča ist ein Beispiel für ein typisches Gletschertal, das während der Eiszeit geformt wurde.

Die Täler des Parks sind oft von Gletschern geformt, was zu U-förmigen Querschnitten führt, mit breiten Talböden und steilen Wänden. Diese Gletschertäler sind heute von Flüssen und Bächen durchzogen, die von den Berggipfeln hinabfließen und eine Vielzahl von Wasserfällen und Stromschnellen bilden.

Gletscherseen und Moränen:

In höheren Lagen des Parks gibt es mehrere kleine Gletscherseen, die als Überbleibsel der eiszeitlichen Vergletscherung gelten. Diese Seen, wie der Bohinjer See (Bohinjsko jezero), der größte natürliche See Sloweniens, sind von Moränen umgeben, die durch die Bewegung der Gletscher entstanden sind. Diese Moränen bestehen aus Ablagerungen von Gestein und Geröll, die von den Gletschern mitgeführt und abgelagert wurden, als das Eis schmolz.

Almen und Hochplateaus:

Ein weiteres markantes Merkmal des Reliefs sind die Hochplateaus und Almen, die zwischen den Gipfeln und Tälern liegen. Diese Almen, wie die berühmte Velika Planina, sind weite, offene Graslandschaften, die traditionell als Weideflächen genutzt werden. Die sanfteren Hänge und flachen Plateaus bieten einen Kontrast zu den schroffen Gipfeln und steilen Tälern und sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region.

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Geographie

Der Triglav-Nationalpark liegt im Nordwesten Sloweniens und erstreckt sich über einen Großteil der östlichen Julischen Alpen, die Teil der Südalpen sind. Mit einer Fläche von 880 Quadratkilometern ist er der größte Schutzgebiet des Landes und umfasst einige der spektakulärsten und vielfältigsten Landschaften Sloweniens.

Lage und Ausdehnung:

Der Triglav-Nationalpark grenzt im Westen an Italien und liegt nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Er nimmt den größten Teil der Julischen Alpen ein und erstreckt sich von den Tälern der Flüsse Soča und Sava bis zu den höchsten Gipfeln des Gebirges. Der Park liegt in den Regionen Gorenjska und Primorska und ist gut erreichbar von den Städten Bled, Bohinj und Kranjska Gora, die als Ausgangspunkte für Besuche im Park dienen.

Die Topographie des Triglav-Nationalparks ist stark von den geologischen Prozessen der Alpenbildung geprägt. Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich, mit hohen Bergen, tiefen Tälern, Karstformationen und alpinen Wiesen. Der höchste Punkt des Parks und gleichzeitig der höchste Berg Sloweniens ist der Triglav, der 2.864 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Der Berg ist ein nationales Symbol und spielt eine zentrale Rolle in der slowenischen Identität.

Die Gebirgslandschaft des Parks wird von steilen Felswänden, schmalen Graten und tief eingeschnittenen Tälern dominiert. In den Tälern fließen klare, wilde Gebirgsflüsse, die das Wasser aus den höher gelegenen Schneefeldern und Gletschern aufnehmen. Der Park beherbergt auch einige beeindruckende Gletscherseen, darunter den Bohinjer See, der größte permanente natürliche See Sloweniens.

Der Triglav-Nationalpark liegt in einer geologisch komplexen Region, die hauptsächlich aus Kalkstein und Dolomit besteht. Diese Gesteinsarten sind für die typische Karsttopographie verantwortlich, die das Gebiet prägt. Karstprozesse haben zur Bildung von Höhlen, Dolinen, Schlucklöchern und unterirdischen Flüssen geführt, die charakteristisch für das Gebiet sind.

Ein markantes geologisches Merkmal des Parks ist die sogenannte Triglav-Decke, eine geologische Struktur, die durch die Überschiebung von Gesteinsschichten während der Alpenbildung entstanden ist. Diese Struktur hat zur Entstehung der hohen Gipfel und der komplexen Schichtenfolgen beigetragen, die in den steilen Felswänden sichtbar sind.

 

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Hydrologie und Geografie

Hydrologie:

Die hydrologischen Verhältnisse im Triglav-Nationalpark sind stark von den Gebirgs- und Karstlandschaften beeinflusst. Der Park ist die Quelle mehrerer bedeutender Flüsse, darunter die Soča und die Sava, die zu den wichtigsten Flusssystemen Sloweniens gehören. Die Soča, bekannt für ihr smaragdgrünes Wasser, entspringt im Westen des Parks und fließt in Richtung Adriatisches Meer. Die Sava, der längste Fluss Sloweniens, entsteht durch den Zusammenfluss der Sava Dolinka und Sava Bohinjka im Osten des Parks.

Die zahlreichen Quellen, Flüsse, Bäche und Wasserfälle sind charakteristisch für den Park und tragen zur Vielfalt der Lebensräume bei. Die Wasserläufe sind oft glasklar und kalt, was auf die zahlreichen unterirdischen Karstquellen und das Schmelzwasser von den Bergen zurückzuführen ist. Die hydrologischen Systeme im Park sind auch für die Erhaltung der Ökosysteme und der Artenvielfalt von entscheidender Bedeutung.

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Klima

Das Klima im Triglav-Nationalpark ist alpinen und subalpinen Typs, wobei die Höhenlage, die Topographie und die Nähe zur Adria das Wetter stark beeinflussen. Die höheren Lagen des Parks sind von kalten Wintern mit reichlich Schnee und kühlen, kurzen Sommern geprägt. In den tiefer gelegenen Tälern sind die Winter milder und die Sommer wärmer, was zu einer größeren Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten beiträgt.

Die Niederschläge im Park sind hoch und fallen das ganze Jahr über, mit einem Maximum im Herbst. Diese Niederschläge sind wesentlich für die Aufrechterhaltung der Wasserläufe und Feuchtgebiete im Park und tragen zur Bildung von Schnee- und Eiskappen in den höheren Lagen bei.

 

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Fauna und Flora

Lebensräume

Der Triglav-Nationalpark beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen, die durch die komplexe Topographie, das alpine Klima und die geologische Vielfalt der Julischen Alpen geprägt sind. Diese Lebensräume reichen von dichten Wäldern über alpine Wiesen bis hin zu kargen Felsregionen und sind Heimat für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, viele davon endemisch oder selten.

Wälder:

Die Wälder des Triglav-Nationalparks bedecken einen Großteil der mittleren und unteren Lagen. Sie bestehen hauptsächlich aus:

  • Buchenwäldern: In den tieferen Lagen (bis etwa 1.200 Meter) dominieren Buchenwälder (Fagus sylvatica). Diese Wälder sind dicht und bieten wichtigen Lebensraum für zahlreiche Säugetiere, Vögel und Insekten. Im Frühling und Sommer bilden sie ein dichtes Blätterdach, während sie im Herbst durch ihre leuchtenden Farben auffallen.
  • Nadelwäldern: Mit zunehmender Höhe gehen die Buchenwälder in Nadelwälder über, die von Fichten (Picea abies), Tannen (Abies alba) und Lärchen (Larix decidua) dominiert werden. Diese Wälder sind typisch für die subalpine Zone und erstrecken sich bis zu einer Höhe von etwa 1.600 Metern. Sie bieten Schutz und Lebensraum für Wildtiere wie Rothirsche und Luchse und sind bedeutend für den Erhalt der Bodenstabilität.
  • Latschenkiefernwälder: In höheren Lagen, nahe der Baumgrenze, findet man Latschenkiefern (Pinus mugo). Diese kriechenden Nadelbäume sind an die harschen Bedingungen der alpinen Zone angepasst und bilden dichte Bestände, die die Hänge stabilisieren und Lebensraum für spezialisierte Tierarten bieten.

Alpine Wiesen und Matten:

Oberhalb der Baumgrenze, in Höhenlagen über 1.600 Metern, breiten sich alpine Wiesen und Matten aus. Diese Gebiete sind durch ihre einzigartige Flora und Fauna geprägt, die sich an die extremen Bedingungen wie Kälte, starke Winde und eine kurze Vegetationsperiode angepasst hat.

  • Blumenreiche Wiesen: Im Sommer blühen hier zahlreiche alpine Pflanzenarten, darunter Edelweiß (Leontopodium alpinum), Alpen-Enzian (Gentiana alpina) und verschiedene Orchideenarten. Diese Wiesen sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ökologisch bedeutsam, da sie Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, einschließlich vieler Schmetterlingsarten, bieten.
  • Kalkschuttfluren: In den Gebieten, die von Geröll und Felsbrocken bedeckt sind, finden sich Kalkschuttfluren, in denen sich spezialisierte Pflanzenarten angesiedelt haben. Diese Fluren sind besonders an extrem steilen Hängen und in der Nähe von Gletschern zu finden.

Fels- und Schutthalden:

Die höchsten Bereiche des Parks, einschließlich der Gipfelregionen des Triglav und anderer Berge, sind von schroffen Felslandschaften und Schutthalden geprägt. Diese Gebiete sind karg und bieten nur wenigen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Die hier vorkommenden Arten sind extrem widerstandsfähig und an die extremen Bedingungen angepasst.

  • Gipfelregionen: In diesen Höhenlagen, die oft über 2.000 Meter hinausgehen, findet man vor allem Moose, Flechten und einige wenige spezialisierte Blütenpflanzen wie die Alpen-Aster (Aster alpinus). Diese Pflanzen haben Anpassungen entwickelt, um die extremen Kälte- und Trockenheitsbedingungen zu überstehen.

Gewässer und Feuchtgebiete:

Der Triglav-Nationalpark ist reich an Wasserläufen, Seen und Feuchtgebieten, die eine zentrale Rolle im Ökosystem des Parks spielen.

  • Gebirgsbäche und Flüsse: Die zahlreichen Bäche und Flüsse des Parks, wie die Soča und die Sava, durchziehen die Täler und sind von großer ökologischer Bedeutung. Sie bieten Lebensraum für Fische wie die Bachforelle (Salmo trutta) und den Huchen (Hucho hucho) sowie für viele Amphibien und Insekten.
  • Gletscherseen: In den höheren Lagen gibt es mehrere Gletscherseen, wie den Bohinjer See, die wichtige Lebensräume für wasserliebende Pflanzen und Tiere darstellen. Diese Seen sind oft klar und nährstoffarm und bieten Lebensraum für spezialisierte Arten, die in den kalten, sauerstoffreichen Gewässern gedeihen.
  • Moorgebiete: An den Rändern der Seen und in flacheren Gebieten gibt es auch einige kleine Moorgebiete, die durch ihre seltenen Pflanzenarten wie Torfmoose und fleischfressende Pflanzen gekennzeichnet sind.

Almen und Kulturlandschaften:

Ein charakteristisches Element der Landschaft des Triglav-Nationalparks sind die Almen, offene Graslandschaften, die traditionell als Weiden genutzt werden. Diese Gebiete sind Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Nutzung und haben sich zu artenreichen Lebensräumen entwickelt.

  • Almweiden: Die Weiden bieten einen wichtigen Lebensraum für viele Pflanzenarten, die durch regelmäßiges Beweiden gefördert werden. Sie sind auch von großer Bedeutung für die Erhaltung der traditionellen Kultur und Lebensweise in den Julischen Alpen.
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Flora und Vegetation

Die Flora des Triglav-Nationalparks ist äußerst vielfältig und spiegelt die komplexen ökologischen Bedingungen der Julischen Alpen wider. Durch die unterschiedliche Höhenlage, das alpine Klima und die geologische Vielfalt des Parks konnte sich eine außergewöhnliche Pflanzenwelt entwickeln, die viele endemische, seltene und geschützte Arten umfasst.

Vegetationszonen und Pflanzenarten:

Der Triglav-Nationalpark ist in verschiedene Vegetationszonen unterteilt, die sich nach der Höhe und den spezifischen Umweltbedingungen richten. Jede dieser Zonen beherbergt eine charakteristische Flora.

1. Montane Zone (bis ca. 1.200 Meter):

In den tieferen Lagen des Parks dominieren die montanen Wälder, die hauptsächlich aus Buchen (Fagus sylvatica) bestehen. Diese Zone ist reich an Frühblühern wie Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Leberblümchen (Hepatica nobilis) und dem Gelben Windröschen (Anemone ranunculoides). Im Unterwuchs dieser Wälder findet man auch Farne, Moose und verschiedene Pilzarten.

2. Subalpine Zone (ca. 1.200 bis 1.800 Meter):

In dieser Zone gehen die Buchenwälder in Nadelwälder über, die von Fichten (Picea abies), Tannen (Abies alba) und Lärchen (Larix decidua) dominiert werden. Der Unterwuchs in diesen Wäldern ist weniger dicht, beherbergt jedoch spezialisierte Pflanzenarten wie das Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) und die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina).

3. Alpine Zone (über 1.800 Meter):

Oberhalb der Baumgrenze erstreckt sich die alpine Zone, die von einer kargen, aber artenreichen Vegetation geprägt ist. In den alpinen Wiesen blühen während des kurzen Sommers zahlreiche hochspezialisierte Pflanzenarten. Zu den bekanntesten gehören das Edelweiß (Leontopodium alpinum), der Alpen-Enzian (Gentiana alpina), der Alpen-Leinkraut (Linaria alpina) und die Alpen-Aster (Aster alpinus). Diese Pflanzen sind an die extremen Bedingungen wie starke Winde, intensive UV-Strahlung und kurze Vegetationsperioden angepasst.

Endemische Arten:

Der Triglav-Nationalpark ist Heimat mehrerer endemischer Pflanzenarten, die nur in den Julischen Alpen oder in den umliegenden Regionen vorkommen. Zu den bedeutendsten Endemiten gehören:

  • Julische Glockenblume (Campanula zoysii): Diese kleine, zierliche Glockenblume wächst in Felsspalten und auf steinigen Hängen und ist ein Symbol für die Flora der Julischen Alpen.
  • Triglav-Hauswurz (Sempervivum tectorum subsp. Triglavense): Eine robuste, sukkulente Pflanze, die in den felsigen Hochlagen des Triglav-Massivs vorkommt.
  • Primula carniolica: Eine seltene Primelart, die in den feuchten und schattigen Bereichen des Parks wächst.

Pflanzen in Karstlandschaften:

Die Karstlandschaften des Triglav-Nationalparks bieten einzigartige Bedingungen für spezialisierte Pflanzenarten, die sich an die kargen, kalkhaltigen Böden angepasst haben. Hier finden sich Pflanzen wie der Blaue Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum), der Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) und verschiedene Steinbrecharten (Saxifraga spp.), die auf den felsigen Böden gedeihen.

Feuchtgebiete und Moorpflanzen:

In den Feuchtgebieten und Mooren des Parks wächst eine besondere Flora, die an die nassen und nährstoffarmen Bedingungen angepasst ist. Typische Pflanzenarten sind Torfmoose (Sphagnum spp.), der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) und verschiedene Seggenarten (Carex spp.). Diese Pflanzen spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht der Feuchtgebiete, indem sie Wasser speichern und die Bodenstabilität unterstützen.

 

Die Flora des Triglav-Nationalparks ist äußerst vielfältig und umfasst rund 1.400 Pflanzenarten. Die unterschiedlichen Höhenlagen und Lebensräume des Parks bieten ideale Bedingungen für eine reiche Pflanzenwelt.

Vegetationszonen:

  1. Montane Zone (bis 1.200 m):
    • Wälder: Die niedrigeren Lagen sind von dichten Buchenwäldern geprägt. Typische Pflanzenarten sind das Buchenblatt (Fagus sylvatica) und das Buschwindröschen (Anemone nemorosa).
    • Wiesen: Die montanen Wiesen sind reich an Kräutern wie dem Kleinen Wiesenknopf (Geum rivale).
  2. Subalpine Zone (1.200 bis 1.800 m):
    • Nadelwälder: Diese Zone wird von Fichten- und Tannenwäldern dominiert. Hier wachsen Pflanzen wie der Alpen-Waldmeister (Galium rotundifolium) und das Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum).
    • Alpine Wiesen: Auf den Wiesen dieser Zone findet man Arten wie das Alpen-Kreuzkraut (Senecio alpinus) und das Alpen-Kamille (Anthemis alpina).
  3. Alpine Zone (über 1.800 m):
    • Felsvegetation: In den höchsten Lagen sind Pflanzen wie das Edelweiß (Leontopodium alpinum) und verschiedene Alpenkräuter verbreitet.
    • Karge Wiesen: Hier wachsen Pflanzen, die an die extremen Bedingungen angepasst sind, wie das Alpen-Milchlattich (Lactuca alpina).

Besondere Pflanzenarten:

  • Endemische Arten: Der Park ist Heimat seltener, endemischer Pflanzenarten wie der Julischen Glockenblume (Campanula zoysii) und des Triglav-Hauswurzes (Sempervivum tectorum subsp. Triglavense).
  • Moore und Feuchtgebiete: In diesen Gebieten gedeihen spezielle Pflanzen wie Torfmoose (Sphagnum spp.) und der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia).
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Fauna

Der Triglav-Nationalpark in Slowenien bietet eine beeindruckende Vielfalt an Fauna, die durch die verschiedenen Lebensräume und das abwechslungsreiche Gelände des Parks geprägt ist. Der Park ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele Tierarten, darunter sowohl Säugetiere als auch Vögel, Reptilien und Insekten.

Säugetiere:

Der Park ist Heimat von etwa 60 Säugetierarten, darunter große und seltene Arten wie der Braunbär (Ursus arctos), der Steinbock (Capra ibex), und der Gämse (Rupicapra rupicapra). Weitere bemerkenswerte Säugetiere sind der Luchs (Lynx lynx) und der Rothirsch (Cervus elaphus). Diese Tiere sind an die unterschiedlichen Höhenlagen und Lebensräume angepasst, von alpinen Wiesen bis zu dichten Wäldern.

Vögel:

Der Park beherbergt rund 100 Vogelarten, darunter sowohl Brutvögel als auch Zugvögel. Zu den bemerkenswerten Arten zählen der Steinadler (Aquila chrysaetos), der Uhu (Bubo bubo) und die Alpendohle (Pyrrhocorax graculus). Diese Vögel nutzen die vielfältigen Landschaften des Parks für Brutplätze und Nahrungssuche.

Reptilien:

Es gibt 7 Reptilienarten im Triglav-Nationalpark, darunter die Kreuzotter (Vipera berus), die einzige Giftschlange der Region, und die Barren-Ringelnatter (Natrix natrix). Weitere Arten sind die Schlingnatter (Coronella coronella), die Zauneidechse (Lacerta agilis) und die Waldeidechse (Lacerta viridis). Diese Reptilien sind in verschiedenen Habitaten von sonnigen Flächen bis hin zu feuchten Gebieten anzutreffen.

Insekten:

Die Insektenwelt im Park ist ebenfalls vielfältig. Es sind zahlreiche Schmetterlingsarten wie der Apollofalter (Parnassius apollo) und verschiedene Libellenarten zu finden. Diese Insekten sind wichtige Bestäuber und tragen zur Aufrechterhaltung der ökologischen Balance im Park bei.

Zusammengefasst spiegelt die Fauna des Triglav-Nationalparks die Vielfalt der natürlichen Lebensräume wider, von alpinen Zonen bis hin zu feuchten Wäldern und offenen Wiesen. Der Schutz dieser Tiere und ihrer Lebensräume ist entscheidend für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts und die Biodiversität des Parks.

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Tourismus und Verwaltung

Referenzen

https://www.tnp.si/en/

sowie weitere Quellen